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GitHub oder GitLab für ein Soloprojekt mit KI-Unterstützung
Beide speichern deinen Code kostenlos und privat. Wofür du dich bei einem Soloprojekt mit Claude Code trotzdem entscheiden solltest.
Du sitzt mit Claude Code im Terminal, der Agent hat gerade den ersten Commit vorgeschlagen, und fragt dich, wohin der erste Push gehen soll. GitHub oder GitLab. Die Frage fühlt sich größer an, als sie ist, denn am Ende sind beide vor allem eins: ein Ort, an dem dein Code liegt, sobald er nicht mehr nur auf deiner Festplatte existiert.
Kurz gesagt
GitHub und GitLab speichern beide deinen Code über Git und bieten kostenlose private Projekte ohne Mengenlimit. Der Unterschied für ein Soloprojekt liegt woanders: GitHub hat die größere Community und mehr fertige Anleitungen speziell für Claude Code, dazu mehr kostenlose Automatisierungsminuten im Monat. GitLab punktet, wenn du alles komplett selbst hosten willst oder eingebaute Sicherheitsprüfungen brauchst. Für den Start reicht GitHub in fast jedem Soloprojekt.
Was beide im Kern sind
GitHub und GitLab bauen beide auf Git auf, dem Versionskontrollsystem, das jede Änderung an deinem Code als eigenen, rückgängig machbaren Schritt speichert. Was du bei beiden zusätzlich bekommst: eine Weboberfläche, private und öffentliche Projekte, ein System für Codeänderungen zur Prüfung, und eine eingebaute Automatisierung, die bei jedem Push Tests oder ein Deployment anstoßen kann. Git selbst ist bei beiden identisch, kostenlos, quelloffen. Der Unterschied liegt in der Plattform drumherum, nicht im Fundament.
Die kostenlose Stufe im Vergleich
| GitHub Free | GitLab Free | |
|---|---|---|
| Private Projekte | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Personen im Team | unbegrenzt | bis zu 5 |
| Automatisierungsminuten pro Monat | 2.000 | 400 |
| Speicher für Pakete | 500 MB | begrenzt, abhängig vom Speicherplan |
| Komplett selbst hosten | nein, nur die Cloud-Version | ja, die Community Edition läuft auf eigener Infrastruktur |
GitHubs kostenlose Stufe umfasst unbegrenzt viele private und öffentliche Projekte, 2.000 Automatisierungsminuten und 500 MB Paketspeicher im Monat, ganz ohne Nutzerlimit (costbench.com, abgerufen 08/2026). GitLab deckelt die kostenlose Stufe dagegen bei 5 Personen im Team und 400 Automatisierungsminuten im Monat (comparetiers.com, abgerufen 08/2026), erlaubt dafür aber mit der quelloffenen Community Edition das komplette Selbsthosten ohne Lizenzkosten.
Was für ein Soloprojekt mit KI-Agent zählt
Wenn du mit Claude Code baust, zählt vor allem eins: wie viele fertige Anleitungen und Beispiele es für die Kombination gibt. GitHub liegt hier klar vorn, einfach weil deutlich mehr Menschen dort ihre Projekte liegen haben und mehr Beispielcode, Vorlagen und Diskussionen zu genau dieser Kombination existieren. Für ein einzelnes Soloprojekt sind die Automatisierungsminuten selten das Nadelöhr, trotzdem gibt dir GitHub mit 2.000 Minuten pro Monat kostenlos deutlich mehr Puffer als GitLab mit 400.
GitLab wird interessant, sobald du deinen Code komplett unter eigener Kontrolle haben willst, etwa aus Datenschutzgründen, oder wenn dir eingebaute Sicherheitsprüfungen wichtiger sind als die größte Community. Die quelloffene Community Edition läuft auf einem eigenen Server, ganz ohne Abhängigkeit von einer fremden Cloud, ähnlich wie du das später mit Coolify für dein Deployment machen kannst.
Ich denke, für die meisten Soloprojekte mit KI-Unterstützung ist GitHub die pragmatischere Wahl, nicht weil es technisch überlegen ist, sondern weil die Menge an Dokumentation, Beispielen und Community-Wissen für Claude Code dort einfach größer ist. Wechsle erst zu GitLab, wenn ein konkreter Grund dafür da ist, volle Kontrolle über die Infrastruktur, eingebaute Prüfwerkzeuge, mehr als fünf Personen im Team, nicht aus Prinzip oder weil es woanders gerade Trend ist.
Quellen: GitHub Pricing 2026 (costbench.com) · GitHub vs GitLab Pricing 2026 (comparetiers.com)
Häufige Fragen
Kann ich ein Projekt später von GitHub zu GitLab wechseln?
Ja, problemlos. Git selbst ist bei beiden identisch, du hängst nur eine neue Fernadresse an dein lokales Projekt und schiebst die komplette Historie dorthin.
Brauche ich für ein Soloprojekt überhaupt ein Konto bei GitHub oder GitLab?
Technisch nicht, Git funktioniert auch rein lokal auf deinem Rechner. Sobald du mit einem KI-Agenten wie Claude Code arbeitest oder etwas veröffentlichen willst, brauchst du aber einen externen Speicherort als Backup und als Ausgangspunkt fürs Deployment.
Was ist der Unterschied zwischen einem Pull Request und einem Merge Request?
Dasselbe Konzept, andere Bezeichnung. GitHub nennt es Pull Request, GitLab Merge Request. Beide bündeln Codeänderungen zur Prüfung, bevor sie in den Hauptzweig übernommen werden.
Reicht der kostenlose Plan für ein Soloprojekt aus?
In fast allen Fällen ja, bei GitHub genauso wie bei GitLab, solange du kein großes Team führst oder extrem viele automatische Testläufe pro Monat brauchst.
Willst du das bei dir umsetzen?
In der Community zeige ich, was bei mir hält. Im Erstgespräch schauen wir uns dein Vorhaben konkret an.